1. Reise mit leichtem Gepäck

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Bevor es losgehen kann, steht das Packen an. Hier gilt: Weniger ist mehr! Pack nur das ein, was du wirklich für deinen Trip benötigst. So entlastest du den Kraftaufwand, den dein Auto oder Camper zu leisten hat, und verbrauchst gleichzeitig weniger Benzin. Tipps für vorteilhaftes und sparsames Packen deines Wohnmobils findest du übrigens auch in diesem Magazinbeitrag. Badezimmerartikel, Spüli und Waschmittel in Reisegrößen kannst du mit deinen regulären Produkten ganz einfach wieder auffüllen und sparst dir den Neukauf der kleinen Behälter – oder du gehst noch einen Schritt weiter und entscheidest dich für festes Shampoo, Duschgel und Co., am besten in einer Edelstahl- oder Holzverpackung. Statt große Landkarten aus Papier mitzunehmen, kannst du dir vor deinem Urlaub einfach die Offline-Karte deines Zielortes herunterladen und hast die Karte so auch ohne Internetverbindung immer mit dabei. Den passenden Campingplatz für deinen nächsten Zwischenstopp findest du ebenfalls digital über camping.info.

2. Runter vom Gas

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Heutzutage können wir aus einem breiten Angebot neuer und schadstoffarmer Wohnmobile wählen, die unsere Reise automatisch nachhaltiger machen. Wenn dies aber gerade finanziell nicht drin ist oder du sowieso nur mit dem Zelt unterwegs bist und für deine Fahrten keinen neuen Wagen anschaffen magst, versuch es doch mit einem umweltfreundlichen Fahrstil: Weniger Gas geben und ein konstantes Tempo (idealerweise zwischen 90 und 100 km/h) gepaart mit möglichst wenigen Geschwindigkeitswechseln wirken sich bereits weniger negativ auf das Klima aus. Versucht, in Gruppen mit so wenigen Fahrzeugen wie möglich aufzubrechen oder nutzt öffentliche Verkehrsmittel. (Nacht-)Züge und Fernbusse sind ebenfalls eine gute Alternative, um Emissionen einzusparen. Kürzere Wege bedeuten natürlich ebenfalls weniger Emissionen und somit eine umweltfreundlichere Reise – schau doch mal, welche spannenden Urlaubsziele es in deiner Nähe gibt, bevor du eine Reise ans andere Ende der Welt planst. Als Faustregel kannst du dir dafür merken: Je länger die Reisedistanz, desto länger sollte die Reisedauer sein.

3. Umweltfreundliche Unterkünfte

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Camping zählt zu den umweltfreundlichsten Arten, Urlaub zu machen. Natürlich gibt es auch hier Unterschiede bezüglich Nachhaltigkeit und Co. – aber immer mehr Campingplätze legen Wert auf Umweltfreundlichkeit und nutzen z. B. Solarenergie oder verfügen über eigene Gemüsegärten. Ecocamping vergibt dafür eine Auszeichnung: an besonders klimafreundliche Camps, Plätze mit Naturerlebnis-Qualifikation und an nachhaltige Glamping-Anbieter.

4. Nutze dein Fahrrad

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Radfahren macht nicht nur Spaß und ist gut für deine Gesundheit, sondern ist zusätzlich großartig für die Umwelt. Autos verbrauchen auf kurzen Strecken mit häufigen Tempowechseln unglaublich viel Benzin. Mit einem Fahrrad kommst du teilweise schneller in die nächste Stadt und du kannst es an fast jeder Straßenecke abstellen. Weiterer Pluspunkt: Du entdeckst die Umgebung viel intensiver als mit dem Auto und kannst das eingesparte Geld in andere Aktivitäten oder Anschaffungen investieren. Der Weg bis zu deinem Ausflugsziel ist zu weit oder das Wetter spielt nicht mit? Dann nutze doch die öffentlichen Verkehrsmittel vor Ort und lass dein Auto oder das Wohnmobil auf dem Platz stehen.

5. Nachhaltige Hygiene

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In vielen Seifen und Shampoos verstecken sich Chemikalien, die die Umwelt über das Wasser belasten. Das passiert nicht nur bei einem Bad im See, wenn du Urlaub direkt in der Natur machst – durch Abwasserleitungen gelangen Schadstoffe aus Shampoo und Co. auch beim Duschen auf dem Campingplatz in die Umwelt. Um dies zu verhindern, reicht es, wenn du auf umweltfreundliche Reinigungsmittel zurückgreifst. Wenn du bisher eher herkömmliche Seifen verwendet hast, dauert es vielleicht ein wenig, bis du das richtige nachhaltige Produkt für dich gefunden hast, aber es lohnt sich. Teste dich durch die Produktvielfalt umweltfreundlicher Kosmetik und finde das Passende für dich. Den Wasserhahn beim Zähneputzen zudrehen sollte inzwischen selbstverständlich sein. Noch umweltbewusster wird deine Zahnpflege übrigens mit einer Zahnbürste aus Bambus und fester Zahnpasta – die spart, genau wie feste Seifen, gleichzeitig auch noch Platz und Gewicht ein.

6. Nutze Ressourcen gewissenhaft

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Gehe achtsam mit den Ressourcen um, die dir zur Verfügung stehen. Es mag redundant klingen, aber bereits mit dem Versuch, die Zeit unter der Dusche zu reduzieren oder Solargeräte für deine Elektronikartikel zu verwenden, leistest du einen großen Beitrag für die Umwelt. Bei einem Urlaub im Süden ist die Klimaanlage im Camper oder der Mietunterkunft natürlich verlockend. Versuche trotzdem, sie zu vermeiden, so gut es geht! Das Absurde bei Klimaanlagen ist nämlich: Im Zimmer oder Wohnmobil wird es zwar kälter, dafür wird der Rest der Welt auf lange Sicht noch wärmer… Es hilft schon, sie beim Verlassen der Unterkunft auszuschalten und die Temperatur bei Benutzung nicht zu hoch oder niedrig zu stellen.

Und wie wäre es mit einem romantischen Picknick auf dem Platz oder am Strand, statt den Gas- oder Elektrogrill anzuschmeißen? Am besten mit regionalen Spezialitäten vom örtlichen Wochenmarkt – so kommt der Geschmack sicherlich nicht zu kurz.

7. Profitiere vom lokalen Angebot

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Sich für das kleine, lokale Restaurant statt der internationalen Kette entscheiden, die Einkäufe auf dem Wochenmarkt mit regionalen Spezialitäten statt im Supermarkt tätigen oder Souvenirs im kleinen Laden nebenan besorgen, der auf den ersten Blick vielleicht etwas unscheinbar wirkt. Das sind kleine Veränderungen in deinem Urlaubs-Alltag vor Ort, die dennoch einen großen Unterschied machen. Sicher entdeckst du dabei regionale Köstlichkeiten, die dir bisher unbekannt waren, bekommst praktische Tipps von Einheimischen oder findest den ein oder anderen von Hand gefertigten Schatz für die Daheimgebliebenen. Entscheide dich auch bei Ausflügen für die nachhaltigere Variante und unternimm Touren mit einem ortsansässigen Guide – dieser kennt sich meist nicht nur besser aus, zusätzlich förderst du so die Wirtschaft in deinem Urlaubsland/-ort.

8. Richtig entsorgen, oder: aus den Augen, aus dem Sinn?

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Achte darauf, dass du keinen Abfall hinterlässt, wenn du deine Zelte abbrichst und weiterziehst. Das ist besonders beim Wildcamping oberstes Gebot! Es ist beim Camping nicht nur aus umwelttechnischen, sondern auch aus hygienischen Gründen sehr wichtig, dass Ab- und Grauwasser ausschließlich an entsprechend gekennzeichneten Stellen entsorgt werden. Falsch entsorgter Müll kann zu einer Gefahr für die lokale Flora und Fauna oder sogar für andere Camper werden. Du möchtest noch mehr für die Umwelt tun? Nimm bei deinem nächsten Spaziergang eine Mülltüte (oder besser noch einen Jutebeutel) mit und sammle achtlos weggeworfenen Plastikmüll auf – so verhinderst du, dass umweltschädliche Partikel in den Boden und somit ins Grundwasser und schließlich ins Meer gelangen.

9. Reduce, reuse, recycle

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Wenn du schon dabei bist, deinen Energieverbrauch zu reduzieren und Ressourcen zu schonen, fällt es dir vielleicht auch gar nicht mehr so schwer, deinen Verbrauch von Einweggütern ebenfalls zu minimieren. Nimm auch im Urlaub ein paar Stofftaschen oder Körbe mit zum Einkaufen. Gerade in südlicheren Ländern ist es oft noch normal, zu jeden Einkauf eine Plastiktüte dazuzugeben. Genauso sieht es bei wiederverwendbaren Strohhalmen, Wasserflaschen und Mehrwegbechern für Heißgetränke aus. Informiere dich je nach Zielort am besten schon vor deiner Abreise, ob du das Leitungswasser vor Ort bedenkenlos trinken kannst.

Du bist auf der Suche nach nachhaltig und umweltfreundlich orientierten Campingplätzen? Über die Ecocamping-Auszeichnung und unserer Themenseite kannst du diese Plätze einfach erkennen.